Baunscheidtieren

Dieses Verfahren wurde nach dem deutschen Feinmechaniker und Naturwissenschaftler Carl Baunscheidt (1807-1872) benannt. Er selbst litt an einer Rhizarthrose, bis er von mehreren Mücken im Bereich des Daumensattelgelenkes gestochen wurde. Nach einer erheblichen Hyperämisierung verbunden mit Juckreiz, waren die arthritischen Beschwerden dauerhaft verschwunden.
Nach diesem Ereignis erfand er den “Lebenswecker“. Dies ist ein Instrument, mit dem die Haut oberflächlich mit vielen Nadel gleichzeitig perforiert wird und dient als Basis für dieses Verfahren. Nach der Bearbeitung des Hautareals, wird dieses mit einem ganz speziellen hautreizenden Öl eingerieben, das eine papulo-pustolöse Reaktion hervorruft.
Damals war diese Methode so beliebt, dass sie selbst von der Bonner Medizinischen Universitätsklinik nachdrücklich empfohlen wurde.
Das Wirkprinzip ähnelt dem des Cantharidenpflasters. Es wird die Phagozytoseaktivität angeregt, der lokale PH-Wert wird reguliert, der Lymphfluss stimuliert und die Durchblutung gefördert. 

Indikationen: 
Baunscheidtieren ist eine sehr eingreifende Methode; somit setze ich sie nicht unbedingt als Erstmaßnahme ein! Zunächst kommen andere Verfahren zum Einsatz.

-Virale Allgemeininfekte, chronische Erkrankungen
-Ophthalmologische- und HNO-Leiden (insbesondere Tonsilitis, Laryngitis, Pharyngitis, Tracheitis
-Lungen und Bronchialerkrankungen
-Innere Organleiden
-Sodbrennen
-Dyspepsie
-Blähungen
-Divertikulose
-Hämorrhoidalleiden
-Cholangitis, Cholezystitis, Cholelithiais
-Exokrine Pankreasinsuffizienz
-Rezidivierende Nephritiden, Zystitiden auch interstitielle Zystitis, Prostatitis 
-Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
-Arthrose
-Arthritiden
-Chronische Polyarthritis
-Morbus Bechterew
-Neurologische Erkrankungen
-Migräne
-Schlaflosigkeit

Gegenanzeigen:
Erkrankungen aus dem allergischen Formenkreis, akute fiebrige Zustände, Autoaggressionskrankheiten sind Kontraindikationen und dürfen deshalb mit diesem Verfahren nicht behandelt werden. Entzündungen der Haut oder Naevi fallen ebenso unter die Kontraindikationen. An überwärmten Hautpartien darf keine Lokalbehandlung stattfinden. Wie bei den Cantharidenpflastern besteht bei dunkleren Hauttypen die Gefahr anschließender vermehrter Pigmentierung. Es können in Ausnahmefällen auch kleiner Narben zurückbleiben.

 

Weitere Informationen, Aufklärung und Beantwortung von Fragen gibt es bei mir immer in einem persönlichen Gespräch.


Dietlind Stohr

Heilpraktikerin Naturheilkunde am Niederrhein

46446 Emmerich am Rhein

Akupunktur traditionelle chinesische Medizin

BDH  Dietlind Stohr Heilpraktikerin